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Nachhaltigkeit zu leben ist manchmal ein mühsames Geschäft. Erst schafft die EU mit der Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) ein bürokratisches Monster, nur um dann im Februar 2025 eine Kehrtwende hinzulegen und dem Bürokratieabbau das Wort zu reden. Auf einmal soll die Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung nur noch für Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden gelten und die Anzahl der verpflichtenden Angaben drastisch reduziert werden. So weit, so gut – der Vorstoß der EU-Kommission ist aber noch lange nicht Gesetz, denn das Europäische Parlament und der Europäische Rat haben auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Der Fokus auf die Regulierung verdeckt den Umstand, dass Nachhaltigkeit ein sehr vielschichtiges Thema ist, das auch positive Aspekte hat. Das wurde beim dritten Nachhaltigkeitsforum des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB) für die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken deutlich, zu dem sich Mitte März rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Tagungszentrum der Akademie Bayerischer Genossenschaften (ABG) in Beilngries versammelt hatten.

Neue Unterstützungsangebote aus dem Verbund

Neben der Tatsache, dass viele Kunden und Mitglieder nachhaltiges Engagement von ihrer Kreditgenossenschaft erwarten, können sich die Volks- und Raiffeisenbanken dadurch auch von Wettbewerbern abheben und neue Kunden gewinnen. Doch wie lässt sich das umsetzen? Carsten Walch vom Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), wusste Rat. Er präsentierte die zahlreichen Unterstützungsangebote, die der BVR gemeinsam mit den genossenschaftlichen Regionalverbänden und den Verbundunternehmen anbietet und kontinuierlich ausbaut.

So nutzen laut Walch inzwischen rund 90 Prozent aller Genossenschaftsbanken in Deutschland das Nachhaltigkeitsportal des BVR. Die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer habe inzwischen die 4.000er-Marke deutlich überschritten. Mit dem „Startschuss Nachhaltigkeit“ bietet der BVR ein 20-seitiges Papier an, mit dem sich Banken, die sich bisher nur wenig mit Nachhaltigkeit beschäftigt haben, einen Überblick über alle Tätigkeitsfelder verschaffen können und mit welchem Zeitaufwand sie kalkulieren sollten, um die Ziele zu erfüllen.

Auch das Nachhaltigkeitscockpit (erreichbar über das Nachhaltigkeitsportal) wird weiter ausgebaut. Unter anderem enthält es nun Umsetzungschecklisten zu den ESG-Nachhaltigkeitszielen Umwelt, Soziales und Governance. Zukünftig können die VR-Banken auch ihr soziales Engagement den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDG) zuordnen. Die Anwendung hilft den Banken dabei, ihr soziales Engagement systematisch zu erfassen und auszuwerten. Die Daten lassen sich in verschiedenen Darstellungsformen exportieren. Textbausteine helfen dabei, das soziale Engagement der Bank zu kommunizieren.

Klimaschutz und Artenschutz zusammen denken

Der Erhalt unserer Lebensgrundlagen funktioniert nur, wenn nicht nur die Erderwärmung gestoppt wird, sondern auch die Biodiversität bewahrt wird. Das betonte Susanne Bergius, Journalistin mit dem Spezialgebiet nachhaltiges Investieren und Wirtschaften, in ihrem Vortrag. Die Erderhitzung und das Artensterben seien Zwillingskrisen, die sich wechselseitig verstärken und nur gemeinsam lösen lassen. Banken könnten zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen, indem sie ihr Kreditportfolio auf Engagements durchleuchten, die der Biodiversität abträglich sind, und sich mit ihren Firmenkunden dazu austauschen. Risiken für die Biodiversität frühzeitig zu erkennen, helfe dabei, diese zu managen, bevor es zu spät sei. Investitionen und Kredite müssten daher immer auch die Biodiversität mitdenken, forderte Bergius.

Wie die GLS Bank mit nachhaltigen Finanzierungen Erfolg hat

Geld als ökologisches und soziales Gestaltungsmittel – bei der GLS Bank ist das längst Realität. GLS steht dabei für „Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken“. Das genossenschaftliche Kreditinstitut wurde 1974 in Bochum gegründet – die massiven Umweltschäden im Ruhrgebiet veranlassten die Menschen schon damals dazu, sich für den Schutz ihrer Lebensgrundlagen einzusetzen. „Das Thema Nachhaltigkeit hat die GLS Bank mit einer Dynamik überrollt, mit der wir nie gerechnet hätten“, berichtete Meinrad Ettengruber, der als Prokurist die Nachhaltigkeitssteuerung der GLS Bank verantwortet. Mit einem Aufwand-Ertrag-Verhältnis von 0,56 sei die Kreditgenossenschaft sehr gesund, betonte Ettengruber. Die Bank sei immer aus eigener Kraft gewachsen. „Das zeigt die hohe Nachfrage nach Finanzierungen für ökologische und soziale Projekte.“

Ein Grundpfeiler für nachhaltige Finanzierungen der GLS Bank sei Transparenz, berichtete Ettengruber. Über jeden Unternehmerkredit legt die GLS Bank öffentlich Rechenschaft ab, wofür dieser eingesetzt wird. Die Kreditgenossenschaft lässt sich dafür von ihren Firmenkunden vom Bankgeheimnis befreien. Das führe dazu, dass sich die GLS Bank sehr intensiv damit beschäftige, welche Kunden und Projekte zu ihr passen. „Alles, was wir tun, muss enkeltauglich sein. In unserem unternehmerischen Handeln steht der Sinn stets vor dem Gewinn“, betonte Ettengruber. Um das zu erreichen, breche die GLS Bank ihre Nachhaltigkeitsziele auf Einzelziele herunter, zum Beispiel die Förderung von bezahlbarem Wohnraum, sozialer Vielfalt oder nachhaltigem Bauen. Am Ende legt die Bank nicht nur einen Beleihungswert für das Finanzierungsvorhaben fest, sondern auch einen Nachhaltigkeitswert (N-Wert), für den es eine eigene Datenbank gibt. „Indem wir die Nachhaltigkeit mit dem N-Wert messen und über unsere Kreditengagements Bericht erstatten, schaffen wir Handlungsdruck, unsere Nachhaltigkeitsziele immer wieder neu zu schärfen.“

Der Prokurist nahm auch gleich den unausgesprochenen Einwand vorweg, dass die GLS Bank nicht mit den Volks- und Raiffeisenbanken vergleichbar sei. „Sie brauchen nicht gleich die ganze Bank auf Nachhaltigkeit umzukrempeln. Sie sollten aber passende Angebote machen. Denn zehn bis 20 Prozent Ihrer Kunden und Mitglieder, aber auch Ihrer Mitarbeitenden brennen für dieses Thema“, sagte Ettengruber. Die Volks- und Raiffeisenbanken sollten sich auch nicht zu stark mit der Regulatorik beschäftigen, sondern damit, die Kundenbedürfnisse im Bereich Nachhaltigkeit zu erfüllen und das entsprechend zu kommunizieren. Das sei manchmal einfacher als gedacht. „Viele Firmenkunden haben kein Problem damit, gemeinsam mit ihrer Bank aufzutreten, weil sie voll hinter dem Projekt stehen. Da bietet es sich an, so ein Projekt auf der General- oder Vertreterversammlung, auf einer Firmenkundenveranstaltung oder im Kundenmagazin vorzustellen.“ Auch ein Workshop für Unternehmer, wie sich nachhaltige Projekte umsetzen und finanzieren zu lassen, werde nach Erfahrung der GLS Bank gerne genutzt. „Es gibt viel Potenzial, wenn man solche Themen ernst nimmt“, betonte Ettengruber.

Kostenloses Webinar „Update Nachhaltigkeit“ und Themenseite

Der GVB bietet für seine Mitgliedsbanken am 20. Mai 2025 von 13 bis 14 Uhr ein kostenloses Webinar „Update Nachhaltigkeit“ an. Die Veranstaltung bietet den bayerischen Kreditgenossenschaften die kompakte Möglichkeit, sich über wichtige Neuerungen und Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit zu informieren und einen umfassenden Einblick in aktuelle, relevante Themen zu erhalten. Anmeldung über das GVB-Mitgliederportal.

Weitere Veranstaltungshinweise sowie Leitfäden, Muster, Beratungsangebote, Meldungen und Kontaktmöglichkeiten hat der GVB auf der Themenseite Nachhaltigkeit im GVB-Mitgliederportal zusammengestellt.

Warum Frauen in Führungspositionen gut für Unternehmen sind

Nachhaltigkeit geht jedoch über Umweltthemen weit hinaus. Auch das Thema Diversität und Geschlechtergerechtigkeit in Unternehmen gehört dazu. Sind Frauen in Führungspositionen „nice to have“ oder eine unternehmerische Notwendigkeit? Damit beschäftigte sich Anke Dembowski, Finanzjournalistin und Autorin verschiedener Investmentfonds- und anderer Finanzbücher. Sie ist außerdem Mit-Geschäftsführerin des Netzwerks „Fondsfrauen“. Was bringt Diversität den Unternehmen? Dazu hatte Dembowski die Erkenntnisse verschiedener Studien zusammengestellt:

  • Frauen sorgen für vielfältigere Sichtweisen und Impulse. Das erhöht die Effizienz.
  • Ein höherer Frauenanteil im Management führt zu besserer Corporate Governance.
  • Frauen legen mehr Augenmerk auf Mitarbeiterentwicklung, Erwartungs- und Belohnungssysteme.
  • Weibliche Vorstandsmitglieder sind bei Sitzungen häufiger anwesend als ihre männlichen Kollegen. Wenn mehr Frauen im Vorstand sind, steigt auch die Anwesenheit der Männer.
  • Frauen sorgen für kürzere, sachorientiertere Meetings.
  • Mit mehr Frauen in Führungspositionen wird der Tonfall innerhalb des Unternehmens freundlicher.

Vor allem aber zahle sich eine höhere Diversität für Unternehmen in barer Münze aus, wie Dembowski feststellte. Sie zog dazu eine Studie von Robeco aus dem Jahr 2015 heran. Untersucht wurden 3.000 börsengehandelte Unternehmen verschiedener Größen und Branchen. Demnach haben Unternehmen, die auch Frauen im Vorstand haben, eine im Durchschnitt um 2,17 Prozent höhere Performance pro Jahr im Vergleich zu Unternehmen mit nur Männern im Vorstand. „Es gibt also einen Zusammenhang zwischen einer höheren Frauenquote im Vorstand und einer besseren Performance des Börsenkurses“, folgerte Dembowski.

Um den Frauenanteil in Unternehmen zu fördern und sie in Führungspositionen zu bringen, empfahl die Finanzjournalistin, Karrierewege für Frauen transparent aufzuzeigen sowie Zielgrößen für Frauen im Vorstand sowie auf der ersten und zweiten Managementebene festzulegen. Außerdem sei es wichtig, Mitarbeiterinnen frühzeitig zu fördern, damit Führungspositionen auch mit Frauen besetzt werden können, sobald sie frei werden.

Angebote der ABG zum Thema Nachhaltigkeit

Wie die VR Bank München Land ein grünes Baudarlehen eingeführt hat

Auch Praxisthemen spielten beim Nachhaltigkeitsforum in Beilngries eine wichtige Rolle. Lena Meinzer, Nachhaltigkeitsmanagerin der VR Bank München Land, berichtete über die Einführung eines grünen Baudarlehens in ihrer Bank. Ziel sei es gewesen, nachhaltige Finanzierungen systematisch zu fördern und innovative Finanzierungsprodukte zu lancieren. Damit wollte die Bank ihre Kunden für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisieren und einen Anreiz schaffen, nachhaltig zu bauen. Die Bank entschied sich schließlich für ein Baudarlehen mit grundpfandrechtlicher Sicherung. Bei der Vorlage eines Energieausweises (A+ bis B) oder der Vorlage eines Sanierungsfahrplans in Verbindung mit dem Nachweis, dass sich die Energieeffizienz des Gebäudes durch die Sanierung um mindestens eine Effizienzklasse verbessert, gewährt die Bank einen kleinen Zinsabschlag.

Bei der Gestaltung des grünen Baudarlehens sei unter anderem zu klären gewesen, ob für das Darlehen ein Neuproduktprozess (NPP) erforderlich ist. Das sei nicht der Fall gewesen, da für das Darlehen zwar gegen Vorlage der erforderlichen Nachweise ein Sonderzinssatz gewährt wird, es sich dabei aber sonst um normales Kreditgeschäft handele. Zudem sei es anspruchsvoll gewesen, das grüne Baudarlehen mit den Anforderungen der Richtlinien für eine ökologische Kreditvergabe der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA Guidelines) in Einklang zu bringen. Nach einem zögerlichen Start werde das Produkt inzwischen sowohl von den Beratern als auch den Kunden sehr positiv wahrgenommen, berichtete Meinzer. Zudem könne dadurch die Nachfrage der Kunden nach Zinsnachlässen bedient werden, wenn das zu finanzierende Vorhaben eine gute Energieeffizienz aufweise.

Wesentlichkeitsanalyse: Erfahrungen der meine Volksbank Raiffeisenbank

Marco Berger, im Vorstandsstab der meine Volksbank Raiffeisenbank mit Sitz in Rosenheim zuständig für den Themenkomplex Nachhaltigkeit, berichtete in Beilngries über die praktische Umsetzung der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung in Unternehmen (CSRD). Ein grundlegender Teil davon ist die Wesentlichkeitsanalyse, die festlegt, über welche Nachhaltigkeitsthemen ein Unternehmen Bericht erstatten muss. Nach aktuellem Stand betrifft das voraussichtlich nur noch Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden, da die EU-Kommission die Vorgaben deutlich lockern will. „Die Wesentlichkeitsanalyse ist die Risikoinventur im Nachhaltigkeitsmanagement“, berichtete Berger. Zusammen mit dem Genossenschaftsverband Bayern arbeitete er in einem Pilotprojekt daran, wie die Wesentlichkeitsanalyse möglichst effizient umgesetzt werden kann. „Profil“ hat in Ausgabe 3/2025 mit ihm über seine Erfahrungen gesprochen.

Raiffeisenbank im Oberland: Worauf es bei der Erstellung einer Treibhausbilanz ankommt

Worauf es bei der Erstellung einer Treibhausgasbilanz ankommt, berichtete Katharina Kuhn, Nachhaltigkeitsmanagerin bei der Raiffeisenbank im Oberland. Sie präsentierte insbesondere zwei kostenlose Online-Anwendungen zur Bilanzierung des CO2-Ausstoßes von Unternehmen. Neben dem VfU-Kennzahlen-Tool des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten (VfU) erwähnte sie auch das ecocockpit der Effizienz-Agentur NRW im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen. Auch der GVB, die Atruvia und DG Nexolution bieten Tools beziehungsweise Unterstützung zur CO2-Bilanz an. Das VfU-Kennzahlen-Tool sei ideal für Finanzinstitute und Unternehmen, die eine detaillierte CO2-Bilanzierung nach dem Treibhausgasprotokoll benötigen und kein Problem mit Excel-basierten Lösungen haben. Das ecocockpit eigne sich hingegen besonders für kleine und mittlere Unternehmen, die eine einfache und visuell aufbereitete CO2-Bilanzierung wünschen, berichtete Kuhn.

Damit alle Mitarbeitenden bei der Erstellung einer Treibhausbilanz mitziehen, sei es wichtig, eine klare Erwartungshaltung zu kommunizieren und die Probleme bei der Datenerhebung zu benennen. „Die Daten werden in den ersten Berichtsjahren voraussichtlich nicht valide sein. Über Jahresvergleiche und den Austausch mit anderen Banken ist aber eine Plausibilisierung möglich. Auch die Systeme zur Datenerhebung müssen erst etabliert werden“, sagte Kuhn. Um in das Thema einzuführen, biete sich eine kurze Kick-off-Veranstaltung nicht länger als eine Stunde an. Ziel sei es, die betroffenen Kolleginnen und Kollegen für die Bedeutung der Treibhausgasbilanzierung zu sensibilisieren. Wichtig sei jedoch, dass sich die Führung klar positioniert, um dem Thema Nachdruck zu verleihen, betonte Kuhn.  „Wenn der Vorstand offiziell seine Unterstützung bekundet, schafft das im Haus eine ganz andere Verbindlichkeit.“

Erfahrungsaustausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

In verschiedenen Diskussionsrunden berichteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums, dass Mitarbeitende wie Kunden abseits der Regulatorik dem Thema Nachhaltigkeit sehr offen gegenüberstehen. So seien in der regulären Mitarbeiterbefragung in Freitextfeldern überraschend viele Vorschläge gekommen, wie die Bank nachhaltiger werden könne, berichtete der Nachhaltigkeitsmanager einer VR-Bank. Eine andere Teilnehmerin erzählte, dass auch Firmenkunden längst nicht so negativ wie befürchtet reagieren, wenn man sie auf das Thema Nachhaltigkeit anspricht. Viele Unternehmer engagierten sich bereits in diesem Bereich und seien offen für Impulse. „Endlich fragt mal jemand, was wir bereits machen“, habe ein Firmenkunde geantwortet, als er auf das Thema Nachhaltigkeit angesprochen wurde. Um gute Beispiele weiterzutragen, kam die Idee auf, von der Bank finanzierte nachhaltige Projekte zum Beispiel auf Firmenkundenveranstaltungen vorzustellen. So werde das Thema Nachhaltigkeit positiv besetzt. Ein Teilnehmer gab jedoch zu bedenken, dass es in vielen Banken noch Skeptiker gebe, die sich dem Thema nur zögerlich annähern. „Wir versuchen noch zu oft, mit angezogener Handbremse Gas zu geben“, sagte der Teilnehmer.

Auch Ideen, um bei den Mitarbeitenden der VR-Banken nachhaltiges Handeln zu fördern, wurden diskutiert. Bewährt haben sich demnach nachhaltige Mobilitätswochen. Die Mitarbeitenden sind aufgerufen, in einem bestimmten Zeitraum möglichst viel Fahrrad zu fahren und das Auto stehen zu lassen. Für die Mitarbeitenden mit den meisten gefahrenen Fahrradkilometern gibt es Preise. Ein Teilnehmer berichtete, dass seine Bank statt Sachpreisen oder Gutscheinen bis zu fünf Tage zusätzlichen Urlaub gewähre, wenn Mitarbeitende mit dem Fahrrad statt mit dem Auto in die Arbeit kommen. Sein Fazit: „Das kommt sehr gut an.“

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